So. Aug 25th, 2019

Mental Living

Dipl. Sport Mental Coach – Gerhard Obermüller

Ernährung im Sport

Ernährung – Die Guten und Bösen!

Ein Sportler benötigt den Treibstoff für seine Aktivität wie das Auto den Benzin. Tankt man wenig – wird die Wegstrecke ebenso klein ausfallen. Auch sollte man in ein Benzinauto keinen Diesel tanken. Was dabei rauskommt weiß man. Es ist also nicht nur wichtig, dass man Treibstoff dem Körper zukommen läßt, sondern auch entscheidend, mit was wir den „Tank“ auffüllen.

Nicht nur die Menge und der Zeitpunkt der Nahrungsaufnahme ist entscheidend, sondern ein besonders Augemerkt gilt auf die Qualität (frische) der Speisen zu achten. Geradezu für einen Sportler ist die Nahrung das wichtigste für die Umsetzung der Leistung.

Das sich Kohlehydrate in Energie (Zucker) umwandeln wissen bereits viele. Das Kohlehydrate nicht gleich Kohlehydrate sind nur die wenigsten.

Vollkorn – Ballaststoffe und Energie

Besonders in Vollkornprodukten jeder Art befinden sich die guten Kohlenhydrate, die der Körper braucht. Zusätzlich liefern diese Produkte aus vollem Korn viele Ballaststoffe. Verzichten Sie daher möglichst ganz auf den Einsatz von Weißmehl beim Backen und Kochen und steigen Sie um auf Vollkornmehl – viele Rezepte lassen sich genauso mit Vollkornmehl kochen. Und manche Speisen schmecken mit Vollkornmehl sogar viel würziger!

Kohlenhydrate – positive Energie

Es ist wichtig dem Körper genügend gute Kohlenhydrate zu liefern, denn diese braucht der Körper, da er ja ständig Energie verbraucht. Diese Kohlenhydrate sollten aber lediglich in guter Form zugeführt werden. Dazu gehören Kohlenhydrate aus den unterschiedlichsten Vollkorngetreideprodukten, Reis, Hülsenfrüchte, Kartoffel und Gemüse. Diese ballaststoffreichen Lebensmittel bringen nicht nur Energie, sondern sie fördern auch gleichzeitig die Verdauung. Großer Vorteil dieser Produkte ist auch der, dass die Bauchspeicheldrüse nur wenig belastet wird – ein willkommener positiver Effekt. Denn die Bauchspeicheldrüse ist besonders in unseren Breitengraden durch fehlerhafte, fette und fleischlastige Ernährung häufig überstrapaziert!

Doch auch die guten Kohlenhydrate können zu Übergewicht führen. Das passiert dann, wenn dem Körper mehr Kohlenhydrate zugeführt werden, als der Körper den ganzen Tag verbraucht. Wie das? Ganz einfach: die Portionen sollten dem jeweiligen Körpergewicht und der Tätigkeit angepasst sein. Ein Mensch der täglich im Büro sitzt sollte dementsprechend kleinere Portionen essen als jener, der den ganzen Tag über eine anstrengende Tätigkeit verrichtet.

Gute Kohlenhydrate

☞ Grüne Gemüsesorten, wie Spinat
☞ Nüssen, wie Walnüssen & Pistazien
☞ Obst, wie Bananen & Weintrauben
☞ Vollkorn-Nudeln und -Reis & Kartoffeln
☞ Bohnen, Bulgur & Hirse
☞ Vollkornbrot & Haferflocken
☞ Soja-Produkte

Übrigens: Auch viele Gemüsesorten enthalten gute Kohlenhydrate. Hoch dosiert sind diese in Kohl, Bohnen, Kichererbsen, Möhren, Sojabohnen und Knoblauch enthalten.

Achtung vor bösen Kohlenhydraten

Manche dieser freiwilligen Energiespender sind jedoch ziemlich gefinkelt. Denn Kohlenhydrat ist nicht gleich Kohlenhydrat. Auch Zucker in jeder Form gehört zu den Kohlenhydraten. Doch diese sind besonders heimtückisch. Unser Körper reagiert auf Lebensmittel die größere Mengen an bösen Kohlenhydraten enthalten mit einem äußerst raschen Anstieg des Blutzuckerspiegels. Doch danach sinkt dieser in kürzester Zeit wieder ab. Die Folge davon ist eine kurzfristige Leistungssteigerung, aber verbunden mit einem deftigen Leistungsabfall – der Teufelskreis beginnt.

Diese bösen Kohlenhydrate (Zucker in jeder Form) sind auch für eine Menge von Krankheiten verantwortlich, wie Diabetes, Karies, Übergewicht und vielem mehr. Kohlenhydrate in Form von Zucker sind daher möglichst zu meiden. Das ist nicht so einfach, weil sich diese in vielen Produkten verstecken ohne auf den ersten Blick erkennbar zu sein – also Vorsicht!

Anders gesagt: Reis, Brot und Kartoffeln geben dem Körper Kraft. Selbst hartes Training kann keinen Muskelaufbau bewirken, wenn Kohlenhydrate fehlen. Trotzdem gibt es zum einen leere Kohlenhydrate und zum anderen solche, die viel gute Energie beinhalten.Leere Kohlenhydrate sind beispielsweise in Weißbrot, weißem Reis und hellen Nudeln enthalten. Lebensmittel, die Zucker oder Weißmehl enthalten, werden auch Appetitfallen genannt. Denn sie geben dem Körper schlechte Kohlenhydrate, die den Blutzuckerspiegel ansteigen und gleich darauf steil abfallen lassen. Daraus resultiert ein gesteigerter Appetit. Wer abnehmen oder sein Gewicht halten möchte, sollte also darauf achten, nicht zu viele dieser leeren Kohlenhydrate aufzunehmen.
Schlechte Kohlenhydrate

☞ Raffinierter Zucker: Schoki, Süßes
☞ Weißmehl: Kuchen, Brötchen, Weißbrot
☞ Weizenprodukte: Pizza, Pasta

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